8. Juli 2020:

In puncto Sehenswürdigkeiten und Ausflüge sind dir auf Zypern keine Grenzen gesetzt. Obwohl Zypern mit einem griechischen und einem türkischen Teil eine geteilte Insel ist.  Mit Personalausweis oder Reisepass kommst du jederzeit problemlos in das jeweils andere Land. Schon immer lag die drittgrößte Mittelmeerinsel im Spannungsfeld verschiedener Kulturen. Daher blickt sie auf eine bewegte Geschichte zurück. Hier haben unter anderem Griechen und Römer ihre Spuren hinterlassen. Dementsprechend kannst du antike Tempel, Mosaike und viele andere historische Stätten bestaunen. Aber auch faszinierende landschaftliche Eindrücke sammeln und fotografisch festhalten. Hier kommen unsere Tipps für die 15 schönsten Sehenswürdigkeiten auf Zypern für dich:

1. Der Felsen der Aphrodite

Felsen der Aphrodite vor Limassol auf Zypern
Sagenumwobene Sehenswürdigkeit: Der Aphrodite Felsen ist ein romantisches Ausflugsziel.

An der Südküste Zyperns soll der Legende nach die schöne Göttin Aphrodite dem Meer entstiegen sein. Ihr angeblicher Geburtsort ist eine markante geologische Felsformation. In hellen Vollmondnächten wird der Fels zum Pilgerort verliebter Paare. Wer ihn dreimal umschwimmt, soll sich der ewigen Liebe sicher sein können. Direkt unterhalb der Verbindungsstraße von Paphos nach Limasol gelegen, liegt der reizvolle Strand mit seinem türkisblauen Wasser. Er bietet sich auch jederzeit tagsüber für einen interessanten Zwischenstopp an.

Weniger romantisch veranlagte Menschen nennen den Felsen der Aphrodite „Petra toy Romiou“, also „Felsen des Römers“. Diese zweite Legende besagt, dass der arabisch-byzantinische Lokalheld Basil das Felsstück zur Abwehr angreifender Sarazenen ins Meer geworfen hat. Für den perfekten Ausklang eines erlebnisreichen Ausflugs genießt du am ruhigen Kieselstrand den Sonnenuntergang. Oder du kehrst in einer der urigen Tavernen in der Nähe ein. Wenn du mehr über die Strände Zyperns erfahren möchtest, dann entdecke jetzt unseren Blogbeitrag: Die TOP 12 der schönsten Strände auf Zypern!

2. Nikosia: die letzte geteilte Hauptstadt der Welt

Panoramablick Nikosia Hauptstadt Zypern
Die Hauptstadt Nikosia ist pulsierend und lebendig.

Nikosia ist die größte Stadt Zyperns und begeistert mit Geschichte, Architektur und einzigartigem Flair. Die Grenze zwischen dem griechischen und türkischen Teil verläuft direkt durch das pulsierende Herz der Insel. Sie teilt Lefkosia – wie Nikosia auch genannt wird – politisch und kulturell. Während sich der Südteil sehr modern präsentiert, weht durch die quirligen nördlichen Bezirke orientalisches Flair.

Welche Sehenswürdigkeiten solltest du in Nikosia keinesfalls verpassen?

  1. Der Palast des Erzbischofs. Das Gebäude im venezianischen Stil wurde 1961 anlässlich der Unabhängigkeit von Großbritannien erbaut. Es beherbergt heute eine bedeutende Ikonen-Sammlung.
  2. Die venezianischen Festungsmauern. Die fünf kilometerlangen Festungsmauern mit ihrer kuriosen Schneeflocken-Form. Sie umschließen praktisch die gesamte Altstadt von Nikosia. Ursprünglich erbaut wurden sie im Jahr 1567 als Schutz vor osmanischen Invasoren. Eine umfangreiche Wiedererrichtung fand im 16. Jahrhundert statt. Ihren Namen verdanken die elf über das gesamte Stadtgebiet verteilten Bastionen bedeutsamen Familien der italienischen Aristokratie. An einigen Stellen führen schmale Stufen auf das antike Bauwerk hinauf, so dass du eine tolle Aussicht genießen kannst.

    NIkosia Zyoern Festungsmauern in der Stadt
    In Nikosia wirst du immer wieder auf alte Festungsmauern stoßen.
  3. Die Johannes-Kathedrale. Die im 17. Jahrhundert errichtete Kirche befindet sich in der südlichen Altstadt von Nikosia. Es lohnt sich besonders, einen Blick in das Innere zu werfen. Die prunkvolle Ausstattung der Kathedrale umfasst unter anderem kunstvolle Fresken und detailreiche Wandmalereien.
  4. Selimiye Moschee. Ebenfalls als Kathedrale errichtet, dient das Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert seit über 400 Jahren als Moschee. Als ein Highlight der osmanischen Architektur gehört der Gebäudekomplex mit einer gewaltigen Zentralkuppel und 71 Meter hohen Minaretten heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.
  5. Karawanserei Büyük Han. Hinter den dicken Mauern umweht dich orientalisches Flair. Sie sollten einst den Reisenden Schutz vor Räubern bieten. In den ehemaligen Ställen für die Tiere und im großen Innenhof bieten außerdem Händler Kunsthandwerk und schöne Souvenirs an.

3. Der Golden Beach auf der Halbinsel Karpas

Goldener Strand Karpasia Zypern
Roll deine Strandmatte doch einfach hier aus – am goldenen Strand von Karpasia

Auf der Halbinsel Karpas ganz im Norden von Zypern bist du richtig, wenn du dich nach wildromantischer Natur pur und wohltuender Ruhe sehnst. Manchmal braucht es etwas Abenteuerlust, um die schöne Landschaft mit ihrem Artenreichtum und einsamen Stränden hautnah zu entdecken. Der schönste unter den zahlreichen unberührten Stränden auf Karpas ist der Goldstrand. Er ist umrahmt von meterhohen Sanddünen. So gibt er den Blick auf türkisblaues Wasser frei, das zum Schwimmen und Schnorcheln einlädt. Hier ist übrigens auch die größte Wasserschildkröten-Population Nordzyperns beheimatet. Diese nutzt den feinsandigen Traumstrand, um dort ihre Eier abzulegen. Um die bedrohten Tiere zu schützen, gibt es in unmittelbarer Nähe zum Goldstrand eine Schildkröten-Zuchtstation.

Hervorragend verbinden lassen sich relaxte Stunden am und im glasklaren Wasser mit einem Abstecher zur nahen Festung Kantara. In über 500 Metern Höhe trohnt die 965 von den Byzantinern errichtete Burg über der Küche. Dementsprechend bietet sie eine fantastische Aussicht über die weite Mesaoria-Ebene.

 

4. Die Burg St. Hilarion

Burgruine St. Hilarion im Norden Zyperns
Die Burgruine von St. Hilarion gehört zweifelsfrei zu den spektakulärsten Ausflugszielen auf Zypern

Entlang der gebirgigen Nordküste Zyperns reihen sich drei Burgen aneinander. Besonders gut erhalten ist die Festung St. Hilarion oberhalb von Girne (Kyrenia) in 732 Metern Höhe. Ihr Name geht auf einen Eremiten zurück, der dort für viele Jahre ein Refugium gefunden hatte. Nachdem St. Hilarion später für einige Zeit ein Kloster beherbergt hatte, erweiterten die Byzantiner es im 11. Jahrhundert zu einer wehrhaften Burg. Die königliche Familie der Lusignans nutzte es zuletzt als Sommerresidenz und Fluchtburg. Bei einem Rundgang über die drei Ebenen der Burganlage gelangst du unter anderem über eine Zugbrücke. Weiter geht es in eine kleine Kapelle, zu den ehemaligen Wirtschaftsräumen und auf eine schöne Aussichtsterrasse. Die Oberburg ist mittlerweile stark verfallen. Jedoch erhalten geblieben ist eine Fensternische mit Sitzbänken aus Stein. Nimm dir unbedingt die Zeit, um dort mit einem spektakulären Panoramablick über Meer und Berge inne zuhalten.

Übrigens: Angeblich soll sich Walt Disney von St. Hilarion für das berühmte Magic Kingdom Schloss inspirieren haben lassen. Willst du mehr über Outdoor Aktivitäten auf Zypern erfahren? Dann lies unseren Blogartikel: Die schönsten Outdoor Aktivitäten auf Zypern.

 

5. Larnaca

Larnaca am Strand Zypern
Weißer Strand vor flirrender Stadtkulisse: entdecke den Strand in Larnaca

Die geschäftige Hafenstadt an der zypriotischen Südküste hat viele Gesichter und macht einen Städtetrip daher umso aufregender. Die wichtigste Flaniermeile von Larnaca ist ohne Frage die von Dattelpalmen gesäumte Uferpromenade Foinikoudes. Sie trägt die moderne Handschrift eines amerikanischen Architekten. Zudem ist sie gesäumt von Cafés, Restaurants und kleinen Läden. Hier pulsiert das Leben Tag und Nacht. In die Vergangenheit Larnacas entführen dich ein Bummel durch die Altstadt mit ihrem orientalischen Flair, das sehenswerte Distriktmuseum und das Pierides-Museum. Zu den wichtigsten archäologischen Stätten gehören die Mauern und Tempel der antiken Stadt Kition. Bereits im 19. Jahrhundert wurden diese freigelegt. Am großen Salzwassersee nahe dem Flughafen und dem Türkischen Viertel von Larnaca bietet sich alljährlich im Frühjahr ein gewaltiges Naturspektakel. Dann rasten dort nämlich abertausende von rosa Flamingos.

Rosa Flamingos in Larnaca Zypern
Stolze Tiere: Den Besuch bei den rosafarbenen Flamingos auf Zypern solltest du dir nicht entgehen lassen

Direkt am Seeufer zieht die Hala-Sultan-Tekke-Moschee die Blicke auf sich. Nach Mekka und Medina gilt sie als eine der wichtigsten islamischen Pilgerstätten.

Hala Sultan Tekke Moschee Larnaca Zypern
Besuche unbedingt die Hala Sultan Tekke Moschee in Larnaca – garantiert sehenswert

Möchtest du zwischendurch oder im Anschluss an deine Sightseeing-Tour durch Larnaca einfach einmal die Seele baumeln lassen? Dann entspannst du am besten am beliebten Stadtstrand direkt unterhalb der Promenade. Passionierte Taucher hält es dort allerdings nicht allzu lange auf der Sonnenliege. Schließlich liegt nur ein paar hundert Meter außerhalb des Hafens das Wrack der 1980 auf Jungfernfahrt gesunkenen Zenobia auf Grund. Geübte Taucher erreichen den oberen Wrackteil in etwa 18 Metern Tiefe.

 

6. Die Dörfer und Kirchen im Troodos-Gebirge

Troodos Gebirge auf Zypern
Das Troodos-Gebirge auf Zypern beeindruckt mit spektakulären Felsklüften und ist bei Naturliebhabern und Wanderern beliebt

In den wildromantischen Troodos-Bergen präsentiert sich Zypern als wahres Trekking-Paradies. Bei einem Ausflug in die waldreiche Region „erwanderst“ du zudem verschiedene authentische Dörfer, neun traditionelle Kirchen und ein byzantinisches Kloster. Diese Touren sind selbst in den heißen Sommermonaten möglich. In den Bergen weht ein deutlich kühleres Lüftchen als auf der übrigen Insel. Und zum Abkühlen laden immer wieder kleine Flüsse und Wasserfälle ein. Immer wieder neue Motivationsschübe zum Weitergehen holst du dir an den tollen Aussichtspunkten mit ganz unterschiedlichen Inselpanoramen.

Drei Routen möchten wir dir besonders ans Herz legen:

  1. Ein wunderbarer Natur-Wanderpfad führt dich zu mehreren venezianischen Brücken, darunter die Elia- und Tzelefos-Brücke.
  2. Nördlich von Paphos kannst du die 2,5 Kilometer lange Avakas George durchqueren. Die spektakuläre Schlucht ist an ihrer schmalsten Stelle gerade einmal zehn Meter breit und außerdem ein einzigartiger Lebensraum für seltene Pflanzen, Reptilien und wilde Bergziegen.
  3. Auf dem acht Kilometer langen Rundwanderweg mittlerer Schwierigkeit zu den Kaledonischen Wasserfällen wirst du dich manchmal wie zu Hause fühlen. Die Landschaft der Bach-Oase erinnert stark an Mitteleuropa. Der Abstieg jedoch verläuft durch einen lichten Eichen- und Kiefernwald, wie er für das Troodos-Gebirge typisch ist.
Kaledonische Wasserfälle Zypern
Die Kaledonischen Wasserfälle – absolut sehenswert

 

7. Die römischen Ruinen in Kourion

Antikes Amphitheater in Kourion Zypern
Schwelge in vergangenen Zeiten bei einem Besuch des antiken Amphitheaters in Kourion

Die weitläufigen Ruinen der Ausgrabungsstätte von Kourion erinnern an ein Labyrinth. Sie geben zusätzlich einen fantastischen Einblick in das Leben der antiken römischen Siedler auf Zypern. Highlight der Anlage ist das hervorragend erhaltene Amphitheater. Schon in der Antike bot es über 3.000 Menschen Platz. Heute genießen Kulturliebhaber hier bei Konzerten und Theateraufführungen eine exzellente Akustik. Hierzu bietet sich ein traumhafter Ausblick über das Meer. Wer sich davon losreißen kann, entdeckt im „Haus des Eustolios“ einen Badebereich mit kunstvollen Mosaikböden. Neben dieser privaten Villa und weiteren Wohnhäusern beeindruckt ein kunstvoll geschmücktes Nymphäum aus gewaltigen Felsblöcken.

8. Die Geisterstadt von Famagusta

Altes Tor in Famagusta Zypern
Famagusta: einst blühende Stadt ist jetzt beliebt für seine vielen Fotomotive

In Famagusta befindet sich der wohl größte „Lost Place“ Zyperns. Bis 1974 war der lebhafte Ferienort Varosha ein blühender Stadtteil mit zahlreichen schicken Hotels. Dazu viele Einkaufsmöglichkeiten, Theater und Kinos. Elizabeth Taylor genoss hier gerne das Strandleben. Auch Sophia Loren verbrachte hier viel Zeit in ihrer Villa am Meer. Dann kam es zur türkischen Invasion und Varosha wurde von heute auf morgen militärisches Sperrgebiet. Durch Stacheldraht und mit dem Fernglas lassen sich aber berührende Eindrücke von der Geisterstadt erhaschen. Noch immer liegen Matratzen auf verrosteten Bettgestellen und in den Autohäusern warten „Neuwagen“ vergeblich auf einen Käufer. Unübersehbar erobert die Natur den einstigen Urlaubsort zurück. Durch das Gebüsch zwischen den Häusern kriechen außerdem Schlangen und die bedrohte Grüne Meeresschildkröte hat am einsamen Strand einen neuen Brutplatz gefunden …

 

9. Paphos – viel mehr als das „Tor zur Insel“

Boote im Hafen von Paphos auf Zypern
Spaziere entlang des Hafens von Paphos und genieße mit einem kalten Getränk den Blick auf die sanft schaulenden Boote im Wasser

Mit seinem großen Flughafen stellt die Stadt Paphos bei vielen Zypern-Urlaubern nur eine Durchgangsstation dar. Dabei ist die Europäische Kulturhauptstadt an der Südwestküste eigentlich viel zu schade, um links liegen gelassen zu werden. Inmitten von Zitrusplantagen und Bananengärten liegt Paphos. Es ist seit 1980 UNESCO-Weltkulturerbe und hat eine ganze Reihe historischer Sehenswürdigkeiten in petto . Des weiteren in sehr attraktiver Kombination mit einem tollen gastronomischen Angebot und einer lebhaften mediterranen Uferpromenade.

Über den Hafen wacht seit dem 13. Jahrhundert die trutzige Burg Paphos. Ursprünglich von den Byzantinern erbaut, erfuhr die Wehranlage durch die Osmanen eine deutliche Verstärkung. Heute stellt die Festung alljährlich im September die Kulisse für das beliebte Open-Air-Kulturfestival von Paphos dar.

Festung in Paphos auf Zypern
Wie ein Bollwerk aus vergangenen Zeiten ist die Festung auf Paphos heute bei Touristen ein beliebtes Ausflugsziel

Geheimnisumwoben sind die Gräber der Könige aber auch die unter der Stadt verborgenen Höhlen und Gewölbe. Bist du historisch interessiert? Dann darf ein Besuch im Archäologischen Museum oder im Byzantinischen Museum nicht fehlen. Nahe dem Odeon stößt du auf diverse antike Ausgrabungen und Ruinen. So auch auf die Überreste der Stadtmauer und der Agora. Zu bewundern gibt es außerdem Mosaikböden. Sie zeigen Szenen der griechischen Mythologie die zu den schönsten im östlichen Mittelmeerraum gehören.

Königsgräber in Paphos auf Zypern
Ein Muss während deines Zypern-Urlaubs: ein Besuch der alten Königsgräber in Paphos
Mosaike in Paphos auf Zypern
Design aus alten Zeiten: farbenprächtige und kunstvoll gestaltete Mosaike wirst du auf Zypern häufiger entdecken

 

10. Das Kap Greco

Höhle an der Felsküste Kap Greco auf Zypern
Malerisch und mystisch zugleich: die kantigen Felsformationen und Höhlen an der Küste Kap Greco

Der Nationalpark am östlichsten Punkt Zyperns ist eine echte paradiesische Schönheit. Und zusätzlich als Nationaler Waldpark eine Oase der Ruhe fernab des Trubels. Das kristallklare Meer liegt hier unterhalb spektakulärer Klippen aus Kalkstein. Diese verbergen beispielsweise unzählige Unterwasserhöhlen. Bei aufregenden Tauchgängen oder beschaulichen Bootsausflügen über das türkisblaue Meer kannst du diese entdecken. An Land säumen Phönizischer Wacholder, Kalabrische Kiefern und mehr als 400 weitere Pflanzenarten ein weites Netz aus Wander- und Radwegen. Ebenso vielfältig ist die Tierwelt in dem Naturschutzgebiet. In der niederen Vegetation leben Hasen und Füchse, Schlangen und Eidechsen und es brüten verschiedenen Zugvögel. Ein beliebtes Fotomotiv ist die weiß getünchte Kapelle Agioi Anargyroi. Von dort kannst du über steile Stufen zu einer Meeres-Grotte hinabsteigen.

Das Kap Greco auf Zypern
Kap Greco: einer der schönsten Orte auf Zypern

Kirche mit Kreuz auf Zypern

Klippen am Kap Greco auf Zypern
Besonders romantisch: ein Besuch der Klippen am Kap Greco bei Sonnenuntergang

11. Die Festung Kyrenia

Festung Kyrenia auf Zypern
Der Besuch der Festung Kyrenia bietet sich für einen Tagesausflug an

Die Burg von Kyrenia zählt ohne Frage zu den Top Sehenswürdigkeiten im Norden Zyperns. Erbaut wurde die imposante Hafenfestung ab dem 7. Jahrhundert. Zu den Must-Dos bei einem Rundgang zählen auf jeden Fall die Suche nach dem Grab von Admiral Sadik Pascha und ein Besuch im Schiffswrack-Museum. Dort dreht sich alles um das 1965 geborgene „Schiff von Kyrenia“. Dokumentiert werden die Bergungsarbeiten von Schiff und Fracht. Sie bestand vor allem aus 400 Amphoren voller Wein und Öl sowie Mahlsteinen und Mandeln. Im Venezianischen Turm geben Dioramen mit kostümierten Figuren einen guten Einblick in das einstige Leben der Wachsoldaten auf der Festung. Von der begehbaren Burgmauer aus fällt der Blick übrigens über den lebhaften Hafen bis hinaus aufs offene Meer. Wunderbar verbinden lässt sich die Besichtigung der Festung also mit einem gemütlichen Bummel durch den alten Hafen.

Hafenstadt Girne Kyrenia auf Zypern

 

12. Pissouri

Erkunde die Bucht von Pissouri
Erkunde die Bucht von Pissouri und genieße den Blick auf das weite Meer

Das ursprüngliche Zypern erlebst du schließlich in Dörfern wie Pissouri. Auf halbem Weg zwischen Limassol und Paphos verkörpert das charmante Ensemble aus kleinen weiß getünchten Häusern und rustikalen Tavernen Tradition ein entspanntes mediterranes Lebensgefühl. Zu Hause sind in dem Terrakotta-Dorf seit jeher vor allem Bauern- und Winzerfamilien. Beliebter Treffpunkt ist die sonnige Piazza. Hier finden im Jahreslauf viele gesellige Feste statt. Unterhalb der schroffen Klippen – nur wenige Schritte vom Ortszentrum entfernt – säumt ein Kiesel-Sand-Strand das Meer. Hier genießt du Wellen und Sonne fernab der großen Urlaubsorte.

Pissouri Bucht auf Zypern
Schöne Bucht und beliebt für ausgedehnte Strandspaziergänge: die Pissouri Bucht

 

13. Die Weindörfer rund um Omodos

Gasse eines Weindorfes bei Omodo
Lass dich treiben und entdecke die vielen kleinen Gassen in einem der Weindörfer bei Omodo

Die Region Omodos liegt nördlich von Limassol am Fuße des Troodos-Gebirges. Hier verteilen sich inmitten weitläufiger Weinberge sieben idyllische Dörfer. Deren Bewohner keltern entsprechend seit jeher Rebensaft für den Eigenbedarf. Zum Beispiel auch den bekannten zypriotischen Rotwein. Diese einheimische Sorte besteht übrigens aus der dunkelroten Mavro-Traube. Weit verbreitet ist außerdem der weiße Xynisteri. Insgesamt laden 50 kleine Winzereien dazu ein, die traditionelle Weinherstellung kennen zulernen und die verschiedenen Weine zu verkosten.

Das Ortsbild von Omodos selbst wird von einem historischen Kloster bestimmt. Dieses thront oberhalb des gemütlichen Dorfplatzes. In unmittelbarer Nähe dazu kannst du eine kleine restaurierte Weinpresse besichtigen. Im Winzerdorf Koilani grüßt seit dem 12. Jahrhundert schon von Weitem die einschiffige Kirche Agia Mavri mit ihrer stolzen Kuppel. Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört demzufolge das Weinbaumuseum. Auf dessen Vorplatz wird in einem großen Brennkessel der hiesige Schnaps „Zivania“ hergestellt. Ob im Rahmen einer Fahrradtour oder bei einer ausgedehnten Wanderung. Weitere Etappenziele in der Krasochoria-Region sind das etwas größere Weindorf Aros bei Pafos und das Dorf Vasa. Von dort stammen einige der besten zypriotischen Rotweine. Ein Bummel durch den charmanten Ort führt dich durch kopfsteingepflasterte Gassen vorbei an traditionellen Wohnhäusern.

 

14. Die Neolithische Stätte von Choirokoitia

Ausgrabungsstätte Choirokoitia auf Zypern
Nicht nur für Geschichtsinteressierte sehenswert:: die Ausgrabungsstätte Choirokoitia

Mit der archäologischen Ausgrabungsstätte von Choirokoitia befindet sich auf Zypern eine der wichtigsten und am besten erhaltenen prähistorischen Siedlungen im gesamten Mittelmeerraum. Um 7.000 v. Chr. entstanden, gewährt die Anlage daher einen sehr interessanten Einblick in den Alltag. So also auch in die Lebensumstände der ersten Bewohner Zyperns. Fünf der zylindrisch geformten Wohnhäuser wurden ausschließlich mit originalgetreuen Materialien und handwerklichen Methoden aufgebaut. Das heißt Methoden, die den Menschen bereits im Neolithikum zur Verfügung standen. Für einen authentischen Einblick in das damalige Leben befinden sich zudem in den Wohnstätten Repliken der damals üblichen Haushaltsgegenstände. Eingebettet ist die Anlage überdies in eine Landschaft mit seit jeher auf Zypern beheimateten Bäumen und anderen Pflanzen.

 

15. Antikes Salamis

Antike Ruinen von Salamis auf Zypern
Antike Säulen und Spuren antiker Zeiten: erkunde die Ruinen von Salamis

Die Überreste des antiken Salamis befinden sich nahe der Hafenstadt Famagusta. In ihrer Blütezeit zählte die damalige Metropole über 100.000 Einwohner. Sie besaß dank ihres Reichtums zusätzlich weit über die Grenzen Zyperns hinaus großen Einfluss. Das heute zugängliche Ruinengelände zeigt daher lediglich einen Teil der damaligen Stadt. Es wirkt dennoch sehr beeindruckend. Der Sage nach wurde Salamis durch Teukros, einen Helden des Trojanischen Kriegs, etwa im Jahre 1.200 v. Chr. gegründet. Demzufolge hatte sie über ein Jahrtausend den Status der wichtigsten Stadt Zyperns inne. Um 50 v. Chr. wurde Salamis allerdings zu einer römischen Kolonie.

Die heute noch sichtbaren Überreste stammen aus spätrömischer und byzantinischer Zeit und wurden ab den 1950er Jahren freigelegt. Neben einer weitläufigen Nekropole mit Königsgräbern gehören ein Gymnasium mit Marmorsäulen sowie obendrein ein Theater, das einst 15.000 Zuschauer fasste, zu den Highlights der Ausgrabungsstätte. Wie „modern“ die sanitären Anlagen in der Antike waren, zeigen dir schließlich die Überreste der Thermen und Latrinen.

Die 15 schönsten Sehenswürdigkeiten Zyperns auf einen Blick

 

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