21. Februar 2020:

Nachhaltig zu reisen ist sowohl für uns bei ROBINSON als auch für viele unserer Gäste ein wichtiges Thema. Deswegen möchten wir dir heute vorstellen, warum der Bestand von Seegras so wichtig für das gesamte Ökosystem ist. Unser Kollege Michael hat sich mit ROBINSON Kollegen aus dem CLUB DJERBA BAHIYA unterhalten, die sich aktiv für den Bestand des Seegrases an den Stränden auf Djerba einsetzen.

 

ROBINSON Mitarbeiter überreicht Kolleginnen Seegras
Für Katharina, Tanja und Harun ist Umweltschutz eine Herzensangelegenheit

Wusstest du, dass Delphine schon mal mit Seegrassträußen um eine Partnerin werben? Das Seegras, das sich nicht nur in Nord- und Ostsee findet, ist darüber hinaus ein wahrer Alleskönner. Weltweit jedoch geht der Bestand durch menschlichen Einfluss immer mehr zurück – auch im Mittelmeer. Im ROBINSON CLUB DJERBA BAHIYA sind sich unsere Kollegen nicht nur der Bedeutung des Seegrases für unser Ökosystem bewusst, sondern haben dabei vor allem unsere Gäste im Blick.

5 Fakten, die du über Seegras wissen solltest:

1. Seegras ist ein natürlicher Schutz der Strände gegen Abschwemmung.
2. Seegras ist nicht nur Nahrung für viele Fischarten, sondern auch die Kinderstube für viele Krebse, Weichtiere und Fische.
3. Nur an Küsten mit sauberem, klarem Wasser und reinem Sand kann sich Seegras entwickeln.
4. Seegras hat eine große Bedeutung für das gesamte Ökosystem und entzieht der Atmosphäre große Mengen an CO2.
5. Im Mittelmeerraum gibt es die strengsten Gesetze zum Schutz des Seegrases.

Seegras gibt es nicht nur an Nord- und Ostsee

Zwei ROBINSON Mitarbeiterinnen mit Seegras im Gesicht

Immer wieder hört und liest man, dass sich Urlauber am Seegras stören, das an den Strand gespült wird. Ich selbst kenne das Seegras noch aus meiner Jugend von Nord- und Ostsee und verbinde u.a. den Geruch auch heute noch mit vielen Urlauben an den deutschen Küsten. Jetzt, erst viele Jahre später, habe ich mich mit der Bedeutung des Seegrases beschäftigt. Eines aber kann ich euch versichern: Es ist absolut ungefährlich.

Seegras enzieht der Atmosphäre Treibhausgase

Pflanzen an Land betreiben Photosynthese, das haben wir alle in der Schule gelernt. Seegras tut dies auch und entzieht damit der Atmosphäre ebenfalls Schadstoffe. Damit die Treibhausgase in Zukunft weiterhin der Atmosphäre entzogen werden können, müssen die Seegraswiesen unbedingt intakt bleiben; besser sogar wachsen. Die Seegrasenwiesen weltweit entziehen der Atmosphäre allein die halbe Menge der Schadstoffe, die Deutschland insgesamt emittiert. Die aufgenommenen Schadstoffe speichert die Pflanze dabei im Boden und dort müssen sie gebunden bleiben. Deswegen ist der Fortbestand und die Pflege der Seegraswiesen so wichtig.

Im Mittelmeerraum gibt es strenge Gesetze zum Umweltschutz

Um die Strände vor Abschwemmung und die Umwelt insgesamt nachhaltig zu schützen, gibt es nirgendwo strengere Gesetze zum Schutz des Meergrases als im gesamten Mittelmeerraum. Bei Vergehen drohen teils drastische Strafen bis zu mehreren Hunderttausend Euro. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Schäden durch ankernde Boote, Aufschüttungen oder andere Baumaßnahmen verursacht werden. Die Regierungen der Mittelmeerländer sind sich der Bedeutung des Seegrases bewusst. Das Wissen um die Bedeutung des Seegrases hilft auch uns Gästen und Mitarbeitern, mehr Verantwortung für diese wichtige Ressource zu übernehmen.

Seegras darf auf Djerba nicht einfach entfernt werden

Seegras darf auf Djerba nicht einfach entfernt werden

Tunesien hat für die Strände auf Djerba wie auch in ganz Tunesien klare Regeln für den Umgang mit Seegras, die noch über die Regelungen anderer Staaten hinausgehen. Während andere Länder das Seegras einsammeln und teil sogar exportieren – auch nach Deutchland-, darf hier das Seegras nicht aus seiner natürlichen Umgebung entfernt werden. Das Seegras muss an Meer und Strand verbleiben. Da Seegras das ganze Jahr über Blätter abwirft, um ein „Ersticken“ durch zu dichten Bewuchs zu verhindern, findet sich Seegras ganzjährig durch Anspülung an den Stränden des Mittelmeerraumes wieder. Meist tritt es dabei in Form sogenannter Neptunbälle auf, die auch See- oder Strandbälle genannt werden. Durch die Wellenbewegung des Meeres entstehen aus vielen einzelnen Blättern diese Kugelformen. Da diese aus Seegras bestehen, können sie aber bedenkenlos berührt oder angefasst werden.

Hier ist Umweltschutz echte Handarbeit

Das Seegras wird von Hand ins Meer zurück gebracht.

Ja, auch ich habe auf Djerba Seegras und Neptunbälle gesehen, gleichzeitig war ich jedoch von dem nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang der Mitarbeiter im ROBINSON CLUB Djerba Bahiya beeindruckt. Unermüdlich und in mühseeliger Handarbeit geben die Mitarbeiter dem Meer das Seegras zurück, das über Nacht angeschwemmt wurde. Dieses verantwortungsvolle Handeln dient nicht nur dem Umweltschutz, sondern soll auch allen Gästen ein ungetrübtes Urlaubserlebnis ermöglichen. Viele Gäste zeigen großes Verständnis und auch Begeisterung für die Mühen, die das Clubpersonal auf sich nimmt; leider gibt es aber auch einige wenige Touristen, die dem Unmweltschutz weniger Bedeutung beimessen wollen und sich über das Seegras beklagen. Dabei ist Seegras völlig unproblematisch.

Seegras ist kein Problem. KEIN Seegras dagegen schon.

Seegras ist ein Grund zur Freude und ein Zeichen für eine intakte Umwelt.

„Meer und Strand gehören uns allen. Bitte helft durch euer Verständnis für unseren nachhaltigen Umgang mit dem Seegras, den schönen Naturstrand am ROBINSON CLUB Djerba Bahiya langfristig zu erhalten“, lautet die eindringliche Bitte unserer ROBINSON Kollegen Katharina, Tanja und Harun aus dem CLUB DJERBA BAHIYYA. Eine Aufforderung, der wir uns alle nur anschließen können, damit wir auch in Zukunft eine wundervollen Urlaub auf Djerba, in Tunesien und allen anderen Traumzielen weltweit verbringen können. ROBINSON ist sich seiner Verantwortung bewusst, wir sollten es uns auch sein.

Text: Michael Richter
Fotos: Carmen Köthke